männliche Stimme: | weibliche Stimme:

Fortsetzung:

 

Die Angst vor dem Tod ist ein Problem unserer Kultur. Der Grund dafür ist die Verweltlichung des Bewußtseins, das nur im körperlichen Dasein allein Leben und Sicherheit des Seins vermutet. Die Todesangst ist der Beweis für einen wurzellosen Geist, der sich von der QUELLE seines Seins weit entfernt hat. Die Menschen finden nicht mehr zu ihrer Mitte. Das Resultat sind psychosomatische Erkrankungen, welche die Volkswirtschaft unnötig belasten.

Wir verdanken diese Grundverfassung unseres Mentalwesens weitgehend dem materialistisch / wissenschaftlichen Weltbild, das alles Gedachte auf die empirisch erfaßte Daseinsebene reduziert sehen möchte. Der Mensch entfremdet sich selbst und definiert seine Identität aus den von Mode und Werbung vorgegebenen Täuschungen. Eine ausschließliche Orientierung an solchen "Werten" läßt das Individuum seelisch, zwischenmenschlich und kreativ verarmen. Wo aber findet man Werte, die ein sinnvolles Leben im ursprünglichen Sinne ausmachen? In politischen Parteien? In der Kirche?

Der Mensch beginnt sehr früh, sich eine Mauer um Herz und Seele zu bauen, einen Käfig aus Illusionen zu schaffen, die er mit vielerlei Tricks aufrechterhält. Sein ganzes wissenschaftlich materielles Weltbild ist eine solche allgemein anerkannte Scheinwelt, erbaut aus emotionalen Krücken und egoistischem Größenwahn, was man an den Machthabern aus Politik und Wirtschaft und an anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bestens studieren kann. Doch auch viele sog. "Esoteriker" sind nicht frei von diesen Mechanismen, auch wenn sie so tun, als ob.

Die Psychowissenschaftlichen Grenzgebiete wollen hier Ordnung schaffen und Hinweise und Warnungen aufzeigen, denn der spirituelle Weg ist gerade da, wo er am einfachsten scheint, am gefährlichsten! Nicht alles, was im esoterischen Supermarkt verkauft wird, ist echt oder authentisch: Channeling-Medien verkaufen "Lebensberatung" und "Körper-Seelenanalysen" oder erzählen von "königlichen Inkarnationen auf Atlantis". Selbsternannte "Gurus" und "Meister" sammeln Schäfchen, um das ihre ins Trockene zu bringen. Schon hier gibt es etwas zu lernen, denn erstens ist auch jede schlechte Erfahrung eine gute, wenn man etwas daraus lernt, und zweites schärft und stärkt die Vielfalt des Angebots ungemein das Unterscheidungsvermögen, die Menschenkenntnis und die INNERE STIMME!

Logischerweise erhält man die WAHRHEIT nur und ausschließlich von autorisierten geistigen LEHRERN aus den Sphären des göttlichen LICHTS. Wer sonst kennt die WAHRHEIT? Vertraut man diesem GEIST DER WAHRHEIT, den CHRISTUS der Welt vor 2.000 Jahren ankündigte, dann macht der biblische Spruch: "Klopfet an, so wird Euch aufgetan" oder "suchet, so werdet Ihr finden" durchaus Sinn. Wir müssen lernen, auf unsere INNERE STIMME zu hören, denn nur der INNEREN STIMME - auch INTUITION, GEISTFÜHRER, SCHUTZPATRON oder HÖHERES SELBST genannt - ist in dieser chaotischen Welt überhaupt zu trauen.

Mehr als drei Millionen Patienten in Deutschland haben Erfahrungen mit Todesnäheerlebnissen. Dies fanden Soziologen der Universität Konstanz im Jahre 1999 heraus. Trotzdem wird die grenzwissenschaftliche Forschung auch weiterhin durch theologische oder akademische Vorurteile vorschnell verurteilt. Warum sich aber unverbesserliche Besserwisser, Rationalisten und Skeptiker so schwertun mit der Akzeptanz einer ÜBERGEORDNETEN WELT ist klar: Es droht die vierte große Demütigung in der Geschichte der Menschheit. Die erste war die kopernikanische: Die Erde ist nicht Zentrum des Kosmos. Die zweite war die darwinistische: Der Mensch stammt in direkter Linie vom Affen ab. Die dritte war die Freudsche: Der Mensch ist nicht Herr über seine Triebe. Und als vierte Schmach droht jetzt die esoterische: Es gibt eine HÖHERE INTELLIGENZ im Universum.

Die übergeordneten GESETZE wirken selbstverständlich auch bei denen, die nichts davon wissen wollen. Ganz oben steht das GESETZ von Ursache und Wirkung: "Was du säst, wirst du ernten". Wenn man dieses GESETZ in seiner Komplexität begreift, ist es kaum noch möglich, zu stehlen, zu betrügen oder zu morden, nicht einmal schlecht zu denken. Denn was ich auch tue, wird "registriert" und widerfährt mir selbst - sogar über mehrere Leben hinweg. Der Prozeß der Reinkarnation kann durch zahllose Zivilisationen führen und ist von Leben zu Leben inhaltlich verknüpft. Durch die Reinkarnation wird eine absolute Gerechtigkeit überhaupt erst möglich! Die Annahme dieses UNIVERSELLEN GESETZES von Ursache und Wirkung führt auf die gerade Bahn und lehrt, für alles Tun auch die Verantwortung zu übernehmen. Würden diese Zusammenhänge in Familien, Kindergärten, Schulen und Universitäten gelehrt, bestünde in der Tat die Chance, Probleme wie Drogenabhängigkeit, Ausländerfeindlichkeit, Vereinsamung usw. in den Griff zu bekommen.

Die göttlichen GESETZE sind der Schlüssel zur Lösung aller Weltprobleme - wenn da nicht der Widerstand der inneren Instanz (Ego) und gewisser äußerer weltlicher Gruppen und der etablierten Kirchen wäre, die durch dieses WISSEN und seine Umsetzung in ihrer Existenz gefährdet sind und daher absolut kein Interesse an dessen Verbreitung haben. Doch bei der irrationalen Fülle des Lebens sollte man niemals etwas verwerfen, auch wenn es gegen alle unsere ach so kurzlebigen Theorien verstößt oder sich als zunächst unerklärlich erweist. Der sog. "Realist" ist in Wahrheit nur ein Analphabet des Lebens, ein "halber Mensch" im wortwörtlichen Sinne.

Das christlich / spiritualistische Denken stellt vieles in Frage und fordert zur Veränderung auf, bis hin zur Selbstüberwindung. Wenn wir fragen, warum der Spiritualismus (obwohl er älter als alles andere Wissen der Menschheit ist) gehemmter und schwerer vordringt ins allgemein gültige Weltbild unserer Tage als sonstige Disziplinen menschlichen Forschens, werden wir zwei Hindernisse finden (wenn man absieht vom dritten: der Bemächtigung dieser Gebiete durch Scharlatane - doch das wiegt nicht allzu schwer; denn es gibt auch unter Ärzten schlimme Schablonentherapeuten, ebenso wie es unter Künstlern mehr kalte Routiniers als wahre Meister gibt): Das eine Hindernis ist der Mangel an Einsicht in weiten Kreisen und das andere Hindernis besteht in der übertriebenen Ehrfurcht vor akademischer Forschung. Obwohl nichts auf der Welt sich so häufig geirrt hat wie gerade die Wissenschaft, sind trotzdem viele unverbesserliche Skeptiker von vornherein so augenfällig von dem Wunsche beherrscht, um jeden Preis nichts Richtiges am Spiritualismus gelten zu lassen. Doch man ist gut beraten, zuerst zu prüfen und dann zu urteilen! Das oberflächliche Urteil falsch orientierter Kreise ist nicht maßgebend, sondern nur die persönliche Erfahrung und die Praxis. Ins Jenseits kann man nichts mitnehmen, außer seinem Bewußtsein. Es ist wichtig, dieses Faktum im Gedächtnis zu behalten!

Es ist wirklich ein wissenschaftlicher Skandal, daß der Mensch, der die Spitze der irdischen Schöpfung bildet, nicht einmal über sich selbst im klaren ist. Es wird höchste Zeit, daß wir unserer Bestimmung und unseres Lebenssinnes bewußt werden. Mit guten Vorsätzen allein wird es mit uns kein drittes Jahrtausend mehr geben. Die Technologieexplosion ist nämlich leider auch der Sargnagel zum globalen Massengrab, denn wir benutzen die Technologien ohne Weisheit, ohne Nächstenliebe und ohne Vernunft mit vorwiegend egoistischer Motivation. Die Rechnung, präsentiert von unserem Planeten, liegt als letzte Mahnung auf dem Tisch. Die Katastrophen um uns sind das Ergebnis der Katastrophen in uns. Man kann nicht mit "High-Tec" umgehen, wenn "High-Spirit" fehlt! Doch je fragwürdiger zivilisatorische und militärische Großmächte werden, desto größer ist die Chance, die uralten Geheimnisse der Seele neu zu entdecken, denn die größte Krise bietet auch die größte Chance.

Das Infragestellen der "Nach-dem-Tod-ist-alles-vorbei"-Ideologie und die prinzipielle Frage nach dem Sinn des menschlichen Lebens auf der Erde und im Universum sind Kernfragen! Kein Forschungsgebiet ist wichtiger als das, welches uns Auskunft über unser Woher und Wohin geben kann. Die Grenzwissenschaft stützt sich dabei auf nachweisbare Tatsachen. Einmal vollendet, wird sie ihre große Bedeutung darin offenbaren, daß sie als Synthese von Religion und Wissenschaft, von Metaphysik und Naturforschung dastehen wird. Denn die Welt ist ganz unbestreitbar ein naturwissenschaftliches Problem, nebenbei aber noch ein ästhetisches, ethisches und metaphysisches. Das haben von jeher alle anerkannt, deren Geist nicht an der Oberfläche der Dinge haften blieb.

Der Herausgeber

<< zurück zu Seite 1

 


Herausgeber dieser Veröffentlichungen ist Rolf Linnemann (Dipl.-Ing.)